Über Grenzen hinweg

Sonnenuntergang vom Teide aus mit Blick auf Wolken wie Watte.

 

 

Die Art und Weise wie wir uns selbst und

unsere Fähigkeiten in dieser Welt definieren,

wird verändert beim Blick auf Gottes Gedanken über uns. 

 

 


 Gottes Perspektive auf uns ist so wichtig, dass sie vor Jesus Kreuzigung Teil seines Gebets war und uns aufzeigte, dass auch wir uns so sehen können, wie Er sich selbst sah, als Er auf dieser Erde wandelte: 

 

„Jesus sprach: Sie sind nicht von der Welt, 

wie ich nicht von der Welt bin.“ 

(Johannes 17:16)

 

In Seiner Zeit auf Erden, ließ sich Jesus weder durch Mangel, durch Krankheiten oder die damalig vorhandene Politik einschränken, noch definierte Er sich durch die Anfeindungen oder Anschuldigungen seitens der Menschen. 

Stattdessen lebte Er über all diesen Dingen und offenbarte uns ein Leben, welches außerhalb von Beschränkungen und Grenzen existierte. Betrachten wir also Jesus Worte noch einmal mit diesen Gedanken, wird uns klar, dass wir aus Gottes Sicht weder von dieser Welt, noch von ihren Grenzen definiert sind!

 

Und nun erwartet Er auch von uns, dass wir über all diesen Dingen und Grenzen leben. 

Doch der Mensch definiert sich lieber über seine physischen, psychischen und finanziellen Grenzen. So ist es für mich auch nur wenig verwunderlich, dass man den Begriff der „Definition“ wörtlich mit Abgrenzung übersetzen könnte.

Denn begrenzt nicht jeder, der einen Begriff oder Menschen anhand seiner Charakteristiken definiert, damit auch seinen Inhalt?

 

Jesus fragte einmal Seine Jünger:

 

„Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? 

Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.“ 

(Matthäus 16:13-14) 

Jesus Reaktion über die Antwort Seiner Jünger zeigte, dass Er eine andere Antwort erwartet hatte und erwiderte deshalb: 

„Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“

„Da antwortete Simon Petrus und sprach: 

Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“

 (Matthäus 16:15-16)

„Und Jesus erwiderte: Glückselig bist du, Simon, denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.“

 (Matthäus 16:17)

 

Petrus Antwort war völlig anders als das, was die anderen Jünger über Jesus sagten. Und wiederum Jesus Antwort in diesem Gleichnis zeigt uns, dass Er von uns erwartet, anders zu denken und zu handeln.

Was eben auch bedeutet andere Erfahrungen als die Welt zu machen und ebenso andere Ergebnisse zu erwarten. 

 

Warum? 

Weil wir anders sind und wir nicht länger nach dem System der Welt, sondern nun in Gottes Königreich und nach Seinem System leben.

 

Wozu begrenzte Vorstellungskraft noch hinführt, zeigt uns auch dass folgende Gleichnis bei der Speisung der 5.000:

 

„Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? “ 

(Johannes 6:5) 

„Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme.“ 

(Johannes 6:7) 

Und Andreas antwortete Jesus und sagte: 

„Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele?“ 

(Johannes 6: 9)

 

Dieses Mal waren es Phillippus und Andreas, die ihren Glauben und ihre Erwartungen durch eine begrenzte Vorstellungskraft definierten. Denn für beide stand nur die Not selbst, nicht alle satt zu bekommen, im Vordergrund. Und deshalb war es beiden auch nicht möglich über die Not hinauszusehen und somit die Grenzen des Sichtbaren zu durchbrechen. Doch ist es nicht genau das, welches wir tun sollten, wenn es heißt: 

 

„Ich baue nicht auf das Sichtbare, sondern auf das, was jetzt noch niemand sehen kann.“

(2. Korinther 4:18)

 

Wenn wir also unser Denken nur darauf begrenzen, was wir tun können, um ein Problem zu lösen oder ein Bedürfnis zu befriedigen, vergessen wir, wie groß unser Gott ist! Und verpassen somit zu sehen, was Gott bereit ist zu tun, um Seine übernatürliche Versorgung in unsere Umstände zu bringen.

 

Die Bibel ist voll von Berichten derer, die ihr Leben durch die Grenzen physischer, psychischer und finanzieller Grenzen definieren ließen. Aber ebenso ist sie voll von Berichten derer, die all diese Grenzen durch den Glauben an die Worte ihres Vaters durchbrachen.

Und eben jenen war Rettung in Zeiten der Todesgefahr und Stärke in schwachen Phasen vergönnt. Und das nur, weil sie nicht an ihre eigenen begrenzten Möglichkeiten, sondern an Gottes grenzenlose Möglichkeiten glaubten!

 

Zu lernen, wer wir in Christus sind, ist der erste Schritt zu mehr Lebensqualität!

Denn wir sind alle viel zu lange dem Wettlauf des Lebens gefolgt und haben uns durch seine Grenzen beschränken lassen. Haben nach Heilung und  Versorgung in der Welt gesucht, sie aber dort nicht gefunden. 

 

Doch jetzt, wo wir all diese Dinge in Jesus gefunden haben, wissen wir, dass „wir nicht den Geist der Welt empfangen haben, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.“ 

(1.Korinther 2:12)

 

Sich Jesus anzuvertrauen und Ihm zu folgen, bedeutet nicht, dass wir nicht weiterhin Teil dieser Welt und somit auch seinen Grenzen sein werden. Doch es bedeutet zu verstehen, dass unser Geist nicht länger von dieser Welt abhängig ist und wir mit derselben Perspektive, welche Gott auf uns hat, in der Lage sind, die Grenzen dieser Welt auf allen nur denkbaren Wegen zu durchbrechen.

 

In Liebe, 

Oliver

 

 

 

 

 

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