Mit Gottes Hilfe

Sonnenuntergang über Teneriffa

 

Selbst im Glauben gibt es dunkle Stunden.

Für manche sind es quälende Stunden voll unbeantworteter Fragen.

Für den anderen Momente tiefer Zweifel an Gottes Versprechen.

In solchen Augenblicken scheinen Gefühle abgestorben und taub zu sein.

Ganz so, als würde man Gottes Nähe und Liebe nicht länger spüren und wahrnehmen können. 

 


Wie wohltuend ist es dabei zu wissen, dass uns das Wort von einer Vielzahl von Menschen berichtet, die ähnliches durchlaufen mussten. So auch die Überlieferungen Asafs, welcher genau in solch einem Moment ein Lied an den Herrn richtete und damit seiner ganzen Niedergeschlagenheit Ausdruck gab: 

 

„Jede Nacht grüble ich nach; das Herz wird mir schwer, weil meine Gedanken immer um die gleichen Fragen kreisen:

Hat der Herr uns für alle Zeiten verstoßen?

Wird er nie wieder freundlich zu uns sein?

Ist seine Gnade für immer zu Ende?

Gelten seine Zusagen nicht mehr?

Hat Gott vergessen, uns gnädig zu sein?

Warum verschließt er vor uns im Zorn sein Herz?“ 

(Psalm 77:7-10)

 

Fragen über Fragen, welche Asafs tiefe Verzweiflung widerspiegeln und vielleicht gerade auch dich quälen. Zeit also, um einen Blick auf Gottes Antworten auf diese Fragen zu richten: 

 

„Hat der Herr uns für alle Zeiten verstoßen?“

Jesus sprach: „Alle Menschen, die mir der Vater gibt, werden zu mir kommen,

und keinen von ihnen werde ich je abweisen.“

 (Johannes 6:37)

 

"Wird er nie wieder freundlich zu uns sein?“

In Sprüche 8:35 heißt es: „Wer mich findet, der findet das Leben,

und an einem solchen Menschen hat der HERR Gefallen.“ 

 

„Ist seine Gnade für immer zu Ende?

Psalm 89:29 sagt dazu: „Für alle Zeiten darf er wissen: Ich bin ihm gnädig,

mein Bund mit ihm wird für immer gelten.“

 

„Gelten seine Zusagen nicht mehr?“

In 1. Könige 8:56 heißt es dazu: „»Lasst uns den HERRN preisen!

Denn er hat sein Versprechen gehalten und seinem Volk Israel eine Heimat gegeben,

in der es in Ruhe und Frieden leben kann. Was er damals unseren Vorfahren durch seinen Diener Mose sagen ließ,

ist eingetroffen. Jede einzelne seiner Zusagen ist in Erfüllung gegangen.“

 

„Hat Gott vergessen, uns gnädig zu sein?

In Psalm 84:12 steht geschrieben: „Denn Gott, der HERR, ist die Sonne, die uns Licht und Leben gibt,

schützend steht er vor uns wie ein Schild. Er schenkt uns seine Liebe und verleiht uns hohes Ansehen.

Wer ihm rückhaltlos ergeben ist, den lässt er nie zu kurz kommen.“

 

„Warum verschließt er vor uns im Zorn sein Herz?“ 

Psalm 117:2 widerspricht, „Denn seine Liebe zu uns ist stark, und seine Treue hört niemals auf!

Halleluja – lobt den HERRN!“

 

In der Art und Weise, wie Asaf seine Fragen stellt, lässt sich erkennen, dass er darin auf Gott als Quelle jener Probleme hinweist. Und keine der Fragen macht dabei auch nur im Ansatz auf die Möglichkeit aufmerksam, dass es vielleicht an Asaf selbst liegen könnte, etwas an seiner derzeitigen Situation zu ändern. 

 

Wer jedoch den geschichtlichen Verlauf seines Lebens kennt, der weiß, dass es trotz dieser dunklen Momentaufnahme etwas ganz besonderes an Asafs Haltung gegenüber Gott gab. Denn obwohl Asaf zu jenem Zeitpunkt noch keine Kenntnisse und somit auch jene Vorteile eines Lebens mit Jesus hatte, brachte er mitsamt seiner Gebete stets seine ganze Not und Verzweiflung vor Gott. Und je verzweifelter er sich innerlich fühlte, desto leidenschaftlicher wandte er sich an den lebendigen Gott und gilt damit bis heute als wunderbares Zeugnis für jeden, der sich zerbrochen und niedergeschlagen fühlt. 

 

Wann immer wir nun Probleme haben, können wir gewiss und sicher sagen, dass Gott nicht die Quelle unseres Ärgers oder unserer Verzweiflung ist. Das sichert uns auch der Vers 17 in Jakobus 1 zu: „Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis.“ Der Grund also, weshalb wir vielleicht in diesen Momenten nicht die Hilfe bekommen, die wir so dringend suchen, ist unsere Haltung, in der wir Gott für die Quelle unserer Probleme verantwortlich machen. 

 

Solltest auch du dich derzeit oder in der Vergangenheit einmal wie Asaf gefühlt haben, dann versuch dich stets daran festzuhalten, dass wir dank Jesus in einer Position sind, in der wir uns nicht mit quälenden Fragen, der Verzweiflung oder Ärger auseinanderzusetzen haben. Ganz gleich also was du auch glaubst oder was andere versuchen dir zu erzählen: Gott ist unser Helfer und niemals die Quelle unserer Probleme! Um das leibhaftig im eigenen Leben zu erleben, genügt ein Blick in Gottes Wort, indem sich die Antworten auf sämtlicher deiner Fragen befinden. 

 

In Liebe, 

Oliver

 

 

 

 

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